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Fechenheimer Geschichte von 800 v. Chr.-1977 n. Chr.
von Hermann Altpaß

Entstehung des Ortsnamens.

Der Name wird abgeleitet von dem ersten Siedler „Vecho“, (der Rothaarige), Wohnort eines Vecho.
Heim gleichbedeutend wie Ort, also Vechenheim, neuhochdeutsch Fechenheim.
Die Deutung das sich der Name vom Fach (Fischwehr) ableitet ist unzutreffend da dieses erst im zwölften Jahrhundert entstanden ist.

800—500 v. Chr.    Funde aus der Hallstatt-Zeit
(Schwedenschanze und Gemeinde-Sandgrube)

500 v. Chr.    bis Funde aus der Latenezeit
50 n. Chr.    (Schwedenschanze)
150—250 n. Chr.    Funde aus der Römerzeit
(Alt Fechenheim, Fachfeldstraße, Freiligrathschule)

500—750 n.Chr.    Funde aus der Merowingerzeit
(südlich Alt Fechenheim/Starkenburger Straße)

977 n. Chr.    Erste sichere Erwähnung Fechenheims
Eine Urkunde aus dem Jahre 882 n. Chr. erwies
sich als Verfälschung

1177-1191    Vergleich zwischen dem Kloster Eberbach
und Eberhard von Dornburg über Güter
zu Fechenheim

12.
Jahrhundert
Fechenheim

   fränkisches Königsgut, gehört zu dem Reichsgericht
Grafschaft Bornheimer Berg

1236
   Konrad von Dornburg verkauft dem Kloster Arnsburg
den großen und kleinen Zehnten zu Fechenheim

1240
   Konrad, Dekan in Frankfurt und Pastor von
Fechenheim, bescheinigt ein Abkommen zwischen
dieser Kirche und dem Kloster Arnsburg
über den Zehnten zu Fechenheim

1242
   König Konrad IV. bestätigt den Frankfurter Bürgern
Johann Gol(d)stem und Ulrich Lang einen Vertrag
über den Erwerb des Dorfes Fechenheim

1250
   Ritter Konrad von Kugelnburg bezeugt
die schiedsrichterliche Beilegung seiner
Streitigkeiten mit dem Kloster Schmerlenbach
über Güter zu Fechenheim

1265
   Der Streit zwischen dem Kloster Arnsburg und dem
Frankfurter St. Bartholomäusstift wegen des
Rottzehnten zu Fechenheim wird
durch Schiedsspruch beigelegt

1267
   Abt Friedrich von Arnsburg überlässt seinem Konvent
die Weingärten des Hofes ut amodo decima
in Fechenheim

1269
   Engelhard von Weinsberg schenkt dem Kloster
Patershausen zu einem Seelengedächtnis eine Korngülte
von seinem Gut zu Fechenheim

1273
   Das Kloster Schmerlenbach verkauft dem St.
Bartholomäus-Stift seine Güter bei Fechenheim

1275
   Philipp von Münzenberg teilt mit seinem Bruder
Burg Haina und die dazu gehörenden Güter
(. .. Item Mersevelteum hommbus in Vechenheim . . .)

1279
   Ripertus von Vechenheim und Hildegundis geben
ihren Hof und 33 Morgen Acker zu Fechenheim für
eine Summe Geld dem Kloster Arnsburg

1285
   Vergleich zwischen dem Dorfe Fechenheim
und dem Kloster Arnsburg als Besitzer des
Riederhofes über die Viehweide in der Feldflur des Dorfes

1301
   Die Stadt Frankfurt bezeugt, das
die Begine Adelheid von Fechenheim dem Kloster
Arnsburg Besitz in Fechenheim vermacht habe

1327
   Weistum über die dem Herrn des Dorfes Fechenheim
zu stehenden Rechte, Einkünfte und Dienste

1328
   Hannemann von Spirc (Speyer) zu Frankfurt
bestätigt, das Gericht Fechenheim vom Kloster
Arnsburg gelöst zuhaben und sichert dem Kloster
das Vorkaufsrecht zu

1329
   Kaiser Ludwig bestätigt dem Frankfurter Bürger
Johann von Speyer seine Güter und Rechte
zu Fechenheim

1336
   Die Fechenheimer Kirche bezieht 4 Schilling
4 Pfennige,das St. Bartholomäus-Stift zu Frankfurt
14Va Schilling Helleraus den Fechenheimer
Gerichtsgefällen

1338
   Erwähnung der Wildhufe Fechenheim in dem Weistum
der Dreieich

1357
   Konrad Hirzauge (Herzog?) verspricht dem Kloster
Arnsburg rechtzeitige Zinszahlung und setzt dafür
Güter mit Fechenheim zum Pfände

1369
   Konrad Castelan, genannt von Alsfeld,
verkauft seinen Anteil an Gut und Gülte
zu Fechenheim an Siegfried von Speyer zu Frankfurt

1379
   Hanman von Fechenheim verpflichtet sich,
dem Frankfurter Bürger Heinrich Wixhusen
und dessen Frau eine jährliche Pacht
von einem halben Gut zu Fechenheim zu zahlen.
Als Zeuge erscheinen u. a. Heinrich Krey, Schultheiß
und Eygeln Roden von Friedberg,
Pfarrer von Fechenheim

1386-1387
   König Wenzel bestätigt den Frankfurter Familien
Speyer und Weiß ihren Besitz zu Fechenheim,
ebenso der Familie Schilder

1390
   Das Reichshofgericht beauftragt Schöffen und
Schultheißen zu Friedberg mit der Schlichtung des
Streites zwischen den Herren des Dorfesund
Gerichtes Fechenheim

1410
   Briefwechsel der Stadt Frankfurt mit
Eberhard und Hartmann von Heusenstamm wegen
deren Forderungen an das Dorf Fechenheim

1435-1436
   Reinhard von Hanau schlichtet im Namen des Kaisers
zwischen den Frankfurter Bürgern Eise von Speyer und
Sigfrid von Speyer über deren Güter in Fechenheim

1438
   Das Dorf Fechenheim hat Burgrecht in Frankfurt

1444
   Der Rat der Stadt Frankfurt verlangt von
den 19 Dörfern des Bornheimer Berges, darunter Fechenheim,
Wagen, Pferde und Bewaffnete zu stellen,
was ihm verweigert wird unter Hinweis auf ein Verbot
des Grafen von Hanau

1470
   Rechtsstreit zweier Fechenheimer Hörigen Hartmanns
von Cronberg mit dem Frankfurter Wigel Gast

1471
   Streit der Familien Weiß und Speyer mit dem Grafen
von Hanau über die Gerechtigkeit zu Fechenheim

1473-1484
   Die beiden Frankfurter Familien Weiß und Speyer
verkaufen dem Grafen von Hanau ihren Anteil
an Dorf und Gericht zu Fechenheim

1481-1484
   Die Grafschaft Bornheimer Berg wird aufgelöst.
Hanau erhält die Hoheitsrechte an Fechenheim

1482
   Der Frankfurter Schöffe Arnold von Holzhausen
verhandelt mit dem Grafen von Hanau
wegen Fechenheim

1515 u. 1516
   Aufforderung der Stadt Frankfurt an Fechenheim,
sich als Frankfurter Burglehensmänner zu stellen
bzw. zu verantworten

1522
   Beilegung der Streitigkeiten zwischen Solms,
Isenburg und Hanau mit der Stadt Frankfurt wegen
Burglehen und sonstiger Gerechtigkeiten,
welche die Fechenheimcr von Frankfurt haben sollen

1536-1537
   Die Einnahmen des Hanauer kirchl.
Haushaltes bestanden

1536-1537
   (lt. Zimmermann) u. a. aus einer jährlichen
Pension zu Kesselstadt, Rodenbach,
Mittelbuchen, Wachen buchen, Hochstadt, Groschlag,
Dörnigheim, Fechenheim und Windecken
- 61 fl12 seh» Wiesenschar", Korn, Hafer, Weizen,
Öl und Wachs - 22 fl

1540
   Dem Fechenheimer Zentgrafen und den Bürgern von
Fechenheim wird von dem Hanauer Befehlshaber
befohlen, die dortigen Witwen von der Nachtwache und
der Pfortenhut auszulassen

1542
   Einem furchtbaren Kieselwetter folgte ein Sturm,
der in Fechenheim zahlreiche Häuser umriss,
Dächer abdeckte und Bäume entwurzelte

1563-1564
   Nach mehr als zweijährigem Schriftwechsel
zwischen Hanau und dem Frankfurter
St. Bartholomäus-Stiftwird die Reformation
auch in Fechenheim eingeführt

1565-1719
   Die reformierte Gemeinde Fechenheims wird mit
der Pfarrei Rumpenheim verbunden und bleibt bis
1719 deren Filiale

1567
   Die Fischer in Fechenheim beschweren sich
darüber, das sie in der Sommerzeit ihre Fische nur
auf dem Wochenmarkt in Hanau verkaufen dürfen

1593
   Am Pfingstmontag 1593 richtet ein fürchterliches
Unwetter in Fechenheim großen Schaden an

1597
   Ein Kieselwetter zerschlägt die gesamte Feldfrucht.
Die Hühnerei grosen Hagelkörner verletzen Mensch
und Vieh und durchschlagen vereinzelt
die Strohdächer der Häuser

1599
   Anlässlich einer Schätzung werden die Einkommen
und Güter aller fremden Herren von Adel,
Stifter und Bürgersleut aufgenommen

1617
   Kurmainz ließ durch etwa 70 Bewaffnete in mehreren
Nachen das Fischfach zu Fechenheim zerstören.
Auf das Sturmläuten der Fechenheimer hin erschienen
Musketiere, die einen Mainzer durch Schüsse töteten
und einen weiteren verwundeten.
Die Mainzer zogen sich daraufhin
nach Bürgel zurück

1632
   Fechenheim hat (lt. Zimmermann) 46
Hausgesäße, hiervon sind 6 Witwen

1633
   Am 12. Januar 1633 stieg das Wasser des
Mains so hoch, daß man auf den Straßen mit
Nachen fahren konnte

1634
   Fechenheim brannte durch ein von Soldaten
verursachtes Großfeuer bis auf 8 Häuser nieder

1639
   Im Jahre 1639 haben Wein und Korn Schaden erlitten.
Die Weingärten und alles Obst sind erfroren.
Im ganzen Gemeinde-gebiet hat man insgesamt
nicht einmal zwei Pfund Kirschen ernten können

1671
   Der Zentgraf von Fechenheim ertrank, „mit Wein
über füllet", nach einer Tour in das kurmainzische Gebiet auf der
Rückfahrt über den Main bei Bürgel

1672
   Neben der reformierten Gemeinde wird eine
lutherische eingerichtet. Pfarreiverweser und
Präzeptor war von 1672-1674 Johann Balthasar Rück

1678
   Der dem evang- ref. Inspektor und Stadtpfarrer
Petrus Nisterus in Hanau von dem Grafen von Hanau
erteilte Lehnbrief weist ein Junkergut in Fechenheim aus,
welches vor Zeiten 16 Achtel Korn Pacht
getragen

1684
   Nach einer Schätzung der an Hanau zu zahlenden
Steuer betrug der Anteil Fechenheims vom Hundert 7 Gulden

1689
   Fechenheim wurde am 20.6.1689 erneut das Opfer
einer Feuersbrunst, von der nur 7 Häuser verschont
blieben

1696
   Beschwerden des Almosenkastens zu Frankfurt
wegen der von seinen Gütern zu Fechenheim
geforderten Abgaben

1707
   Fechenheim hat 74 Familien, daneben 64 Pferde
und 4 Ochsen

1711
   Am 19. 12. 1711 speiste Kaiser Karl IV. in Fechenheim.
Er wurde zuvor von den Kurfürsten und zahlreichen
Gesandten eine Viertelstunde vor dem Orte auf das
Prächtigste empfangen und eingeholt

1711
   Errichtung eines Hirtenhauses, welches in späteren
Zeiten als Armenhaus diente

1718
   Verhandlungen über den Verkauf des Haingrabens

1719
   Die reformierte Fechenheimer Filiale wird
selbständige Pfarrei

1724
   In Fechenheim sind Fälle von Hexenverbrennung oder
Verfolgungen bis auf den ungeklärten Fall
der „Hoppelliese" nicht bekannt geworden

1725
   Die Grenzen zwischen Fechenheim, Dörnigheim,
Bischofsheim, Enkheim und Frankfurt wurden
neu begangen und, wo dies erforderlich,
neue Grenzsteine gesetzt.
Auch das Bürgeler Wörth wurde neu abgegrenzt

1734
   Vom 22. bis 24.5.1734 waren 82 Mann und 46 Pferde in
Fechenheim einquartiert. Hierdurch entstanden Kosten
in Höhe von 84 Gulden und 3 Albanus.
Es war dies der Anfang einer langen Reihe von
Einquartierungen, die die Gemeinde auf das Äußerste belasteten

1736
   Das erkaufte Reichs-, Erb- und Kunkellehen
Fechenheim fällt mit Hanau an die
Landgrafschaft Hessen-Kassel

1736
   Das Gemeindebackhaus zu Fechenheim wird erwähnt

1743
   Nach der Schlacht bei Dettingen wird für 2500
englische Verwundete in Fechenheim ein Lazarett eingerichtet

1744
   Der Zentgraf von Fechenheim soll für den
Landgraf von Hessen in Fechenheim Soldaten werben,
was dieser mit dem Hinweis begegnet, das im ganzen Ort
niemand außer vielleicht einem jungen
Bischofsheimer in Frage käme

1745
   Das lutherische Pfarrhaus und das reformierte
Schulhaus sollen aus den Steinen der
ehemaligen Gemeindemauer erbaut werden,
wofür die Gemeinde eine viermonatige
Frohnfreiheit erhält. Die Gemeindemitglieder
scheinen jedoch nicht freiwillig zur
Mitarbeit bereitgewesen zu sein, denn der Pfarrer
Bloch verlangt, das der Zentgraf hierfür 4 Leute
kommandierenund ihm die Namen derselben
mitteilen möge

1746
   Kollekte für die abgebrannten Untertanen Jost Boeff
und Johannes Seyler zu Fechenheim

1749
   Vorstellung der reformierten Gemeinde in Hanau,
das die jetzt freie Gerichtsmannstelle mit einem
reformierten Fechenheimer besetzt werden möge.
Die Reformierten fühlen sich gegenüber den
Lutheranern benachteiligt

1750
   Acta, woraus zu ersehen ist, wie es mit der
Herstellungder zersprungenen Glocken
gehalten werden soll

1752
   Gesuch des Johann Ludwig Wittenius um
Errichtung einer Seidenfabrik

1754
   Kaiser Franz I. speiste, bevor er in
Frankfurteinzog, im Ort Fechenheim hatte
zu dieser Zeit lt. Zimmermann:
105 Familien
bzw. 527 Einwohner,
117 Wohn- bzw. Gemeindehäuser,
1 Herrschaftliches bzw. Adelshaus,
1 Reformierte Pfarrkirche bzw. Filiale,
1 Lutherische Pfarrkirche bzw. Filiale,
58 Pferde, 7 Ochsen,1.132 Morgen Gemeindewald,
3 Morgen Gärten,40 Morgen Wiesen,2.081 Morgen Äcker,
2 Morgen Triescher, Eller (Brachland)
Erwähnung der „Wirtschaft zum Mainanker"
an der Mainkur. Die Familie Böff erwirbt das
(Pacht-)Recht zum Betrieb einer Fähre nach Bürgel

1791
   Der Gemeinde wird gestattet, einen 2. Faselochsen
(Zuchtbullen) zu halten.
Der Zuzug von Fabrikarbeitern ist Gegenstand
amtlicher Untersuchungen

1793
   Aufstellen der Gemeinde uhr auf der luther. Kirche.

1793
   sterben in Fechenheim 43 Personen an der Ruhr,
ein Jahr später sterben 47 Personen

1800
   Anstellung der Elisabetha Craß als 3. Hebamme zu
Fechenheim

1803-1804
   Beschwerde der Gemeinde bei der Regierung,
daß ihren Schiff- oder Leinreitern bei der
Rückkehr mitihren Pferden auf kurmainzischem
Gebiet Wegegeld abgenommen wird.
Als Folge der Säkularisierung fällt der gesamte
Besitz des Klosters Arnsburg in Fechenheim
an die Fürsten und Grafen von Solms

1804
   Die Gemeinde Fechenheim kauft für 32.000 Gulden
denehemaligen Arnsburger Besitz von dem Hause
Solms zurück. Da den Fechenheimern die entsprechenden
Mittel fehlten, nahmen sie hierfür ein Darlehen
bei der Regierung auf. An dieser Schuld
zahlten sie bis in das Jahr 1844

1805
   Gemäß einer Seelenliste aus dem Jahre 1805
hatte die Gemeinde nach Abzug der Soldaten und der
auf Wanderschaft, 840 Einwohner, 322 Verheiratete,
25 Witwer,46 Witwen,104 Männer leibeigen und
46 Witwen leibeigen.

1806
   Öffentlicher Verkauf der dem Frankfurter
Almosenkasten in Fechenheim gehörenden Güter

1807
   Am 24. Juli 1807 passiert Kaiser Napoleon auf
dem Wege von Hanau nach Frankfurt auch die Mainkur

1813
   Begegnung zwischen Napoleon und dem Frankfurter
Abgesandten auf der Mainkur, mit der schicksalhaften
Bedeutung für Frankfurt

1816
   Staats vertrag über die Anlegung der Offenbacher
Schiffsbrücke und einer Straße von dort
über Fechenheim nach Bergen

1818
   Antrag der Gemeinde auf Verleihung der
Stadtrechte

1819
   Das alte Recht, eine Fähre nach Offenbach
zu unterhalten, wird nach Einweihung der
Schiffsbrücke abgelöst.
Der Brückenzoll war jedoch noch über 100 Jahre ein
ständiges Ärgernis und auch noch Gegenstand der
Eingemeindungsverhandlungen.
Abbruch der evangelisch- reformierten
Kirche auf dem alten Friedhof

1821
   Mißhandlung von Untertanen aus Fechenheim bei
einem Brand in Bürgel durch großherzogliche Polizei.
Vereinigung der reformierten und der lutherischen
Pfarrei

1824
   Einstellung eines Gemeinderechners,
der 13/ 4(0/ o der Gemeindekasseneinnahmen
als Gehalt erhält.
Der Gemeindeweg nach Seckbach
wird mit einer Steinbahnversehen und
am Rande mit Apfelbäumen bepflanzt

1830
   L)äs Licentamt (Zollamt) auf der Mainkur wird
von einer erregten Menschenmenge gestürmt.
Akten und Mobiliar werden verbrannt

1832
   Bei einem erneuten Sturm auf das Licentamt an
der Mainkur gibt es Tote und Verletzte.
Hin weiterer Antrag auf Verleihung der
Stadtrechte für Fechenheim wird von der Regierung
abgelehnt. Dienstpflichtige zu Fechenheim
weigern sich, die zur Reparatur des Pfarrhauses
erforderlichen Fuhren zu verrichten

1843
   Das Frankfurter Bankhaus Bethmann und
der Bankier Dr. Fay aus Hanau erhalten die
vorläufige Genehmigung zum Bau einer Eisenbahn von
Frankfurt über Mainkur nach Hanau

1847
   Der (alte) Bahnhof Mainkur wird gebaut

1848
   Eröffnung der Eisenbahnstrecke Hanau (-West)
Frankfurt am Main(-Ost).
Danach stellt das Marktschiff seine Fahrten ein

1854
   Einrichtung eines neuen Friedhofes an
der Steinäcker Straße

1855
   Der Bürger Wilhelm Kühn erhält die
Konzession zum Betrieb einer Kreidemühle
auf dem Main

1858
   In Fechenheim gibt es nur noch zwei Fischer

1859
   Die katholische Kirchengemeinde ist Filiale
von Bockenheim

1866
   Fechenheim wird preußisch.
Die gegen die Preußen errichteten Schanzen
werden öffenlich versteigert

1870
   Richtfest und Produktionsaufnahme der
heutigen Cassella Farbwerke Mainkur mit
15 Arbeitern

1881
   Die ersten Werkswohnungen der Farbwerke entstehen
(Am Gansbühel)

1882
   Der Main steigt infolge anhaltenden Regens
so hoch, wie zuvor nur 1784 und 1682

1883
   Bei der Verteilung der in Ostpreußen für die
überschwemmten Gebiete gesammelten Gelder
entsteht Haß und Mißgunst. Bürgermeister Fröbe
tritt zurück

1887
   Eine feste Brücke nach Offenhach ersetzt die
alte Schiffsbrücke. Der Brückenzoll bleibt

1894
   Eröffnung der Willmannschule (Willmann
Pädagoge u. Philosoph)

1896
   Einweihung der katholischen Herz-Jesu-Kirche
durch Bischof Dr. Komp aus Fulda

1897
   Eröffnung der Ereiligrath-Schule
(damaliger Name: Körnerschule).
Sie steht auf dem alten Fechenheimer Friedhof

1899
   Die Gemeinde erhält ein eigenes Wasserwerk
und ein Elektrizitätswerk

1902
   Fechenheim bekommt ein neues Rathaus anstelle der
alten Bürgermeisterei im früheren Pfarrhaus

1903
   Ansiedlung der Maschinenfabrik Mayfarth
an der heutigen Orber Straße

1904
   Bei der Kanalisierung des Mains war die Kaiserlay
gesprengt und der Schiffsverkehr in beiden
Richtungen frei gegeben worden.
Damit verschwand auch die Treidelei.
Der letzte Leinreiter, der Fechenheimer Joh.
Tobias Schmidt, starb 1904

1907
   Fechenheim erhält eine selbständige
katholische Pfarrei

1909
   Im Jahre 1909 wird mit dem Bau der zwanzigklassigen
Schillerschule begonnen.
Bei Cassella wird das später weltberühmte „Hydron-Blau"
entwickelt

1910
   Vollendung der Schillerschule

1911
   Errichtung der Diskuswerke an der
Vilbeler Landstraße

1914-1921
   Der Main wird aufgestaut und bis
Aschaffenburg schiffbar gemacht

1917
   Bau eines neuen Bahnhofgebäudes und einer neuen
Güterhalle an der Mainkur

1918
   Der weitere Ausbau des Frankfurter Osthafens
zwingt die Stadt Frankfurt a. M. zu
Eingemeindungsgesprächen

1920-1922
   Bau eines Verwaltungsgebäudes durch die Cassella
Farbwerke

1924
   An der heutigen Hanauer Landstraße entsteht die
Maschinenfabrik Meuser.
Mit dem Bau des Frankfurter Oberhafens (Becken II)
hat Fechenheim in seiner Gemarkung ein Hafenbecken

1926
   Eröffnung der Omnibusverbindung zwischen
Fechenheim (-Post) und den Riederhöfen.
Am 17. 12. Abschluss der Eingemeindungsverhandlungen
zwischen dem Gemeindevorstand der Gemeinde Fechenheim und
dem Magistrat der Stadt Frankfurt a. M.

1927
   Die Frankfurter Sparkasse von 1822 eröffnet am 3. 8. 1927
in der Willmannstraße 3 (im „Ausland"!) eine Filiale.
In Fechenheim entsteht nach dem Plan und unter der Leitung von
Prof. Dr. Elsässer eines der modernsten Hallenbäder Europas

1928
   Am 1. April 1928 wird Fechenheim nach
Frankfurt a. M. eingemeindet.
Das Frankfurter Stadtgebiet erweitert sich
dadurch um 711 ha und rund 10.000 Einwohner.
Die Straßenbahnlinie 14 nimmt den Betrieb auf

1929
   Die Naxos- Union eröffnet ein Werk in Fechenheim

1941
   Die ersten Bomben des 2.Weltkrieges fallen auf
Fechen-heimer Boden

1943-1945
   Fechenheim erlitt durch Luft- und Bodenkrieg zum
Teil erhebliche Zerstörungen.
Auch die Brücke nach Offenbach wurde zerstört

1949
   Bau einer zentralen Vogelschutzwarte für Hessen,
Rheinland- Pfalz, und das Saarland in der Steinauer Straße

1950
   Wiedereröffnung der Zweigstelle 9 der Frankfurter Sparkasse
von 1822 in der Willmannstraße

1952-1953
   Wiederaufbau und Einweihung der nach
Offenbach führenden Carl-Ulrich-Brücke

1957
   Umbau des Fechenheimer Hallenbades

1959
   Cassella Farbwerke Mainkur baut neues
Verwaltungsgebäude

1960
   Einrichtung der evangelischen Glaubenskirchen-Gemeinde.
Die Neckermann Versand KG aA bezieht ihr Geschäftsgebäude
an der Hanauer Landstraße

1961
   Die Riederwaldsiedlung wächst herüber auf
Fechenheimer Gebiet

1962
   Die soziale Wohnungsbaugesellschaft „Nassauische Heimstätte"
baut die Wohnsiedlung Fechenheim- Südwest
(Bürgerlerstr Dietesheimerstr.)

1969
   Im Fechenheimer Wald entstand einer der schönsten
und größten Spielparks der Umgebung (Heinrich Kraft-Park.)
Die Gesamtkosten der Anlage betragen rund 500.000 DM

1970
   Die Frankfurter Sparkasse von 1822 eröffnet in
der Wächtersbacher Straße/Ecke Steinauer Straße
ihre Zweigstelle 65 in einem Behelfspavillon

1971
   Die evangelisch-unierte Melanchthon-Gemeinde
feiert das zweihundertjährige Bestehen ihres Kirchengebäudes.
Auseinandersetzungen um eine Regionalplanung,
in die auch Fechenheim einbezogen wird.

1977
   1000 Jahr Feier im Fechenheim